Dr. Andreas Meyer Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie Stresemannstr. 5-9, 54290 Trier info@ortho-trier.de

Rückenmarknahe Injektionsformen

Schmerzfreiheit durch gezielte
Injektionen - Ihre Wirbelsäule im Fokus

Injektionen an der Wirbelsäule können zur Linderung Ihrer Beschwerden beitragen. Es gibt verschiedene Verfahren, die wir in Abhängigkeit von den Ursachen und der Art Ihrer Schmerzen anwenden. Die epidurale Injektion ist z. B. eine häufig verwendete Form der rückenmarknahen Injektionstherapie, die bei verschiedenen Wirbelsäulenproblemen und Schmerzzuständen eingesetzt wird. Unter ärztlicher Überwachung kann diese Behandlung eine effektive Option zur Schmerzkontrolle sein und Ihnen helfen, Ihren Alltag besser zu bewältigen.
Es gibt zwei Haupttypen von Injektionen, die wir bei Ihrer Behandlung in Betracht ziehen:
  • Injektionen, die nicht direkt an der Wirbelsäule erfolgen, wie zum Beispiel intrakutane Quaddelungen oder Injektionen in Muskeln und an Sehnen
  • Direkte, wirbelsäulennahe Injektionen, zu denen die epiduralen Injektionen (Injektionen in den Wirbelkanal), periradikuläre Injektionen (sogenannte Wurzelblockaden), und Gelenkinjektionen gehören
Alle Verfahren nutzen feine Spezialnadeln, um entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente lokal zu verabreichen.

Facetteninfiltration

Präzise Schmerzlinderung für Ihre Wirbelgelenke
Ihre Wirbelsäule ist ein kompliziertes Konstrukt aus Knochen, Bändern und Gelenken – den sogenannten Facetten, die die Wirbelkörper miteinander verzahnen. Beschwerden, die von diesen Wirbelgelenken ausgehen (auch Facettensyndrome genannt), können durch Fehlstellungen, Lockerungen von Kapseln und Bändern oder durch Verschleißprozesse (Arthrosen) entstehen. Diese Faktoren können zu schmerzhaften Reizzuständen in den Gelenken führen, die sich nicht nur als lokale Rückenschmerzen, sondern auch in wechselnden Schmerzausstrahlungen (pseudoradikuläre Syndrome) bemerkbar machen.
Eine bewährte Methode zur Linderung dieser Beschwerden ist die Facetteninfiltration. Hierbei nutzen wir die Vorteile einer gezielten Injektion, um die Schmerzrezeptoren in den Wirbelgelenkkapseln auszuschalten. Durch die Gabe von örtlichen Betäubungsmitteln können wir die sensiblen Schmerzrezeptoren blockieren und so eine sofortige Schmerzlinderung erreichen. Zusätzlich sorgen Kortisonbeimengungen dafür, dass entzündliche und schmerzhafte Kapselschwellungen zurückgehen.

Spinalnervenanästhesie

Schrittweise Schmerzlinderung und Muskelentspannung

Präzise Schmerzbehandlung

Die periradikuläre Injektion (PRI) behandelt gezielt gereizte Spinalnerven bei Bandscheibenvorfällen, -vorwölbungen und Nervenengpässen.

Effektive Wirkung

Durch die Injektion eines lokalen Betäubungsmittels wird die Nervenwurzel beruhigt, Schmerzen werden gelindert und Muskelverspannungen sowie Durchblutung positiv beeinflusst.

Sicher & bewährt

Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich belegt. In seltenen Fällen kann es vorübergehend zu Schwäche im Bein kommen, die meist schnell und folgenlos abklingt.

Die epidurale Injektion - bei Bandscheiben - und Spinalkanalproblemen

Wenn Sie unter Bandscheibenvorfällen, -vorwölbungen oder Spinalkanalverengungen leiden, könnte die epidurale Injektion eine wirksame Lösung für Ihre Beschwerden sein. Diese spezielle Injektionstechnik konzentriert sich auf Problembereiche innerhalb des Wirbelkanals und kann Ihnen erhebliche Linderung verschaffen.
Das Prinzip der epiduralen Injektion besteht darin, Schmerzen und Beschwerden zu lindern, indem Schwellungen der betroffenen Strukturen (wie Nerven, Bänder und postoperative Narben) reduziert werden. Wir setzen eine Mischung aus Kochsalzlösung und Lokalanästhetika ein, die über mikrovaskuläre Transportmechanismen direkt zu den Spinalnervenwurzeln gelangt. Frühere Kortisonbeimengungen werden aufgrund fehlender Studienergebnisse heute nicht mehr empfohlen.
Lumbale epidurale Injektionen gehören zu den effektivsten Methoden in der orthopädischen Schmerztherapie und sind heute ein etablierter Standard. Durch die gezielte Wirkung können wir Ihnen helfen, Ihre Schmerzen zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern.

Sicherheit und Risiken von Injektionen
Was Sie wissen sollten

Injektionen sind ein wichtiges therapeutisches Mittel, doch ihre Anwendung ist nicht ohne Risiken. Wir legen großen Wert auf umfassende Vorsichtsmaßnahmen, um mögliche Komplikationen so gut wie möglich zu minimieren. In unserer Praxis sind wir auf alle Eventualitäten vorbereitet: Von der Bereitstellung relevanter Notfallausrüstung (wie intravenöse Zugänge, Sauerstoff- und EKG-Monitoring, Notfallmedikamente und AED) bis zur Schulung unseres Teams in der Notfallversorgung.
Bei jeder Injektion wird die Haut durchstochen, wodurch Medikamente verabreicht werden. Dabei können – obwohl selten – Komplikationen auftreten. Die schwerwiegendste Nebenwirkung ist das Risiko einer bakteriellen Infektion. Auch bei Einhaltung steriler Bedingungen kann eine Infektion nicht vollständig ausgeschlossen werden. Sollte es zu einer Entzündung kommen, kann diese durch Antibiotika oder in fortgeschrittenen Fällen operativ behandelt werden.
Die Injektion in den Wirbelkanal (Periduralanästhesie) sollte bei neurologischen Anfallsleiden, Blutgerinnungsstörungen oder Infektionen am Injektionsort vermieden werden.
Seltene Komplikationen wie der Verlust von Nervenwasser können Kopfschmerzen verursachen. Mit modernen, sehr dünnen Injektionsnadeln (29-G-Kanülen) ist dieses Risiko jedoch minimal. Schwerwiegende Komplikationen wie Nervenverletzungen oder Blutungen im Epiduralraum haben wir in unserer Praxis bisher nicht beobachtet.
Reaktionen auf Medikamente: Cortison und Lokalanästhetika

Cortison kann verschiedene Nebenwirkungen haben, darunter Schlaflosigkeit, innere Unruhe, ein Anstieg des Blutzuckerspiegels (wichtig für Diabetiker), Blutdruckerhöhung und ein Anstieg des Augeninnendrucks (Vorsicht bei Glaukom). Lokalanästhetika können in seltenen Fällen allergische Reaktionen auslösen. Sollten Sie einen Ausschlag oder Hautjucken bemerken, informieren Sie uns bitte umgehend. In solchen Fällen können wir antiallergische Medikamente verabreichen oder auf konservierungsmittelfreie Präparate zurückgreifen. Lokalanästhetika können zudem temporäre Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Kreislaufreaktionen auslösen; unser geschultes Team ist jedoch bestens darauf vorbereitet.

Unsere Standards Qualitätssicherung und Weiterbildung

Unsere Injektionstechniken, insbesondere für wirbelsäulennahe Injektionen, erfordern eine spezialisierte Ausbildung, die während der Weiterbildung zum Orthopäden und in speziellen Kursen vermittelt wird. Unsere Praxis ist Teil einer spezialisierten Arbeitsgruppe, die Qualitätsstandards und Sicherheit in der orthopädischen Schmerztherapie sicherstellt. Diese Zusammenarbeit von Orthopäden, Anästhesisten und Psychologen trägt zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Behandlungsstandards bei.

Ihr Wohlbefinden und Ihre Sicherheit stehen bei uns an erster Stelle. Durch strikte Vorsichtsmaßnahmen und ständige Weiterbildung sorgen wir dafür, dass Sie die bestmögliche Versorgung erhalten.

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