Arthrose – wenn Gelenke schmerzen und Bewegung schwerfällt
Arthrose bedeutet nicht automatisch „es geht nur bergab“
– aber sie braucht einen klugen, individuellen Umgang.
Wir helfen Ihnen, Beschwerden einzuordnen, Belastungen zu verstehen und passende Schritte für mehr Beweglichkeit zu finden.
Arthrose ist ein Verschleiß- und Reizzustand eines Gelenks, der Schmerzen, Steifigkeit und Einschränkungen verursachen kann
Arthrose, im alltäglichen Sprachgebrauch auch als Gelenkverschleiß bekannt, ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen weltweit. Sie entsteht durch den schleichenden Abbau von Knorpelgewebe, was bei Betroffenen zu Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen führen kann. Diese Symptome können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke stark einschränken. Daher sind eine frühzeitige Diagnose und Behandlung entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Symptome zu lindern.
- Natürliche Abnutzung im Alter
- Fehlbelastungen
- Entzündliche Gelenkerkrankungen
- Verletzungen am Gelenk
Von kleinen Schäden zu großen Schmerzen
Der schleichende Verlauf der Arthrose
Arthrose ist vor allem bei Personen über 65 Jahren ein häufiges Problem. Doch nicht immer führen die Anzeichen im Röntgenbild auch zu Beschwerden. Der Abrieb des Knorpels an sich ist nicht schmerzhaft. Erst die Entzündung der Gelenkschleimhaut, verursacht durch die freigesetzten Knorpelpartikel, führt zu den typischen Schmerzen.
Wenn Arthrose Jüngere trifft
Ursachen und Auslöser
Arthrose ist oft mit älteren Menschen verbunden, aber auch jüngere Personen können davon betroffen sein. Wenn Gelenke überlastet werden oder bestimmten Belastungen ausgesetzt sind, kann es auch in jungen Jahren zu Arthrose kommen. Häufige Ursachen sind z. B.:
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Muskel- und Bindegewebsverspannungen
Ungleichgewichte in der Muskelspannung oder Verklebungen im Bindegewebe (Faszien) können die Gelenke übermäßig belasten und zu Verschleiß führen. -
Überlastungen
Intensives Sporttreiben oder ein erhöhtes Körpergewicht können die Gelenke stark beanspruchen und vorzeitig abnutzen. -
Frühere Verletzungen
Unfälle, die zu Knochenbrüchen mit Gelenkbeteiligung oder Knieverletzungen wie Meniskus- und Kreuzbandschäden führen, erhöhen das Risiko, später an Arthrose zu erkranken. -
Fehlstellungen und Fehlbildungen
Angeborene oder erworbene Gelenkfehlstellungen, wie zum Beispiel eine Hüftgelenksdysplasie, können die mechanische Belastung der Gelenke verändern und zu frühzeitiger Abnutzung führen. -
Gelenkentzündungen
Entzündliche Erkrankungen wie rheumatische Erkrankungen greifen die Gelenke an und können die Entstehung von Arthrose begünstigen.
Wenn Sie auch in jungen Jahren Schmerzen in den Gelenken haben oder wissen, dass einer dieser Risikofaktoren auf Sie zutrifft, sollten Sie nicht zögern, dies ärztlich abklären zu lassen. Frühzeitige Maßnahmen können den Fortschritt der Erkrankung bremsen und Ihre Gelenkgesundheit langfristig schützen.
Schmerzen lindern und Beweglichkeit verbessern
Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose
- Ganzheitliche osteopathische Behandlungen
- Klassische orthopädische Maßnahmen wie Gelenkpunktionen und Injektionstherapien mit Hyaluronsäure
- Krankengymnastik zur Stärkung, Mobilisierung und Dehnung der Muskulatur.
- Ergänzende Nahrungsmittel
- Physikalische Therapie
- Laserbehandlung
- Verwendung von orthopädischen Hilfsmitteln wie Bandagen, Orthesen und speziellen Schuhzurichtungen
- Entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente
Die Kraft der Bewegung - Individuelle Konzepte für starke Gelenke
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Aerobe Übungen:
Aktivitäten wie Gehen, Schwimmen, Radfahren oder Aquafitness sind schonend für die Gelenke und helfen dabei, die allgemeine Fitness zu verbessern, das Herz-Kreislauf-System zu stärken und das Gewicht zu kontrollieren. -
Stärkung der Muskulatur:
Gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur um das betroffene Gelenk herum können helfen, die Belastung auf das Gelenk zu reduzieren und die Stabilität zu verbessern. Das kann beispielsweise durch Krafttraining mit leichten Gewichten, Widerstandsbändern oder Übungen mit dem eigenen Körpergewicht erfolgen. -
Flexibilitätsübungen:
Dehnübungen und Beweglichkeitsübungen tragen dazu bei, die Beweglichkeit der Gelenke zu verbessern und die Muskeln zu entspannen. Yoga und Tai Chi sind besonders vorteilhaft, da sie sanfte Bewegungen mit Atemtechniken und Entspannung kombinieren. -
Niedrig belastende Aktivitäten:
Aktivitäten wie Pilates oder spezielle Arthritis-Gymnastik können dabei helfen, die Gelenke zu schonen, ohne auf Bewegung zu verzichten. -
Balance- und Koordinationsübungen:
Das Training von Balance und Koordination kann dazu beitragen, das Sturzrisiko zu verringern und die Gelenke zu stabilisieren. Dazu gehören Übungen auf instabilen Unterlagen wie Balance-Pads oder Balance-Boards.
1. Muss Arthrose immer operiert werden?
Kurzantwort: Nein – viele Fälle lassen sich konservativ gut begleiten.
2. Was kann ich selbst bei orthopädischen Beschwerden tun?
3. Wann sollte ich orthopädische Beschwerden abklären lassen?
Kurzantwort: Wenn Schmerzen wiederkehren, zunehmen oder Alltagswege/Schlaf beeinflussen.