Osteoporose – Knochengesundheit stärken, Frakturen vorbeugen
Osteoporose entwickelt sich oft schleichend. Umso wichtiger sind frühe Einordnung und ein sinnvoller Plan.
Wir unterstützen Sie dabei, Ihr persönliches Risiko zu verstehen und Maßnahmen zu wählen, die zu Ihrem Leben passen.
Osteoporose ist eine verminderte Knochenfestigkeit, die das Bruchrisiko erhöhen kann – Prävention und frühe Diagnostik sind entscheidend.
Osteoporose - Volkskrankheit, aber kein unabwendbares Schicksal
Osteoporose gehört zu den zehn häufigsten Erkrankungen weltweit und betrifft Millionen von Menschen. Trotz ihrer weiten Verbreitung ist vielen Betroffenen das volle Ausmaß und die Risiken dieser Krankheit nicht bewusst.
Was ist Osteoporose?
Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochenstruktur geschwächt wird. Konkret bedeutet das, dass die Anzahl der Knochenbälkchen im Inneren des Knochens (Spongiosa) sowie deren Verknüpfungen untereinander verringert sind. Auch die äußere Schicht des Knochens (Kortikalis) ist oft dünner als bei einem gesunden Knochen. Dies führt dazu, dass Betroffene ein erhöhtes Risiko für Knochenbrüche haben, selbst bei leichten Stürzen oder alltäglichen Tätigkeiten wie Heben und Tragen.
Die stille Gefahr
Eine der größten Herausforderungen bei Osteoporose ist, dass sie in den meisten Fällen keine Schmerzen verursacht. Dies bedeutet, dass viele Betroffene nichts von ihrer Erkrankung ahnen, bis es zu einem Knochenbruch kommt. Die Gefahr ist daher oft unsichtbar und kann schwerwiegende Folgen für das tägliche Leben haben.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Osteoporose in die Liste der weltweit zehn bedeutendsten Krankheiten aufgenommen, sowohl hinsichtlich der Krankheitsfolgen als auch der Behandlungskosten. In Deutschland sind etwa sieben Millionen Menschen betroffen. Besonders Frauen nach den Wechseljahren sind gefährdet: Rund 90% aller Hüft- und Wirbelkörperbrüche und etwa 70% aller Unterarmbrüche in dieser Gruppe sind auf Osteoporose zurückzuführen.
Frühdiagnose - der Schlüssel zur effektiven Behandlung
Prävention und Lebensstiländerungen
Das Risiko für Knochenbrüche lässt sich durch eine frühzeitige Diagnose und eine geeignete Behandlung deutlich reduzieren. Moderne Diagnoseverfahren, wie die Knochendichtemessung (DXA), können Osteoporose frühzeitig erkennen, bevor es zu ersten Frakturen kommt.
Für den Erfolg Ihrer Behandlung ist ein individueller Behandlungsansatz notwendig. Dies bedeutet, dass Ihre persönlichen Bedürfnisse, Werte und Vorlieben im Mittelpunkt stehen. Eine umfassende Aufklärung und ein persönliches Gespräch sind unerlässlich. Therapien, die sowohl medikamentöse Behandlungen als auch physiotherapeutische Maßnahmen umfassen, können dabei helfen, Ihre Knochengesundheit zu verbessern und Ihre Lebensqualität zu steigern.
Neben der medizinischen Behandlung spielen auch präventive Maßnahmen eine wichtige Rolle. Eine ausgewogene Ernährung, reich an Kalzium und Vitamin D, sowie regelmäßige körperliche Aktivität sind essenziell, um die Knochengesundheit zu fördern. Studien haben gezeigt, dass gerade Krafttraining und Übungen zur Stärkung des Gleichgewichtssinns das Risiko für Stürze und damit verbundene Frakturen deutlich senken können.
Wenn Sie vermuten, an Osteoporose zu leiden oder zu einer Risikogruppe gehören, kann eine frühzeitige Einschätzung hilfreich sein.
Zur Unterstützung bieten wir einen Osteoporose-Fragebogen zum Download an, der eine erste Orientierung ermöglicht. Für eine individuelle Abklärung empfehlen wir Ihnen die fachliche Beratung in unserer Praxis. Bringen Sie dann den Fragebogen bitte ausgefüllt mit.
Frühzeitig gegen Osteoporose
Knochendichtemessung als Vorsorgeinstrument
Knochendichtemessungen, auch als DXA-Scan (Dual-Energy X-ray Absorptiometry) bekannt, sind ein unverzichtbares Instrument zur Früherkennung und Überwachung von Osteoporose. Der DXA-Scan ist ein schmerzfreies und schnell durchgeführtes Verfahren. Dabei wird mit Hilfe von Röntgenstrahlen die Knochendichte an typischen Bruchstellen wie Wirbelsäule, Hüfte und Unterarm gemessen. Das Verfahren ist minimalinvasiv und mit einer sehr niedrigen Strahlenbelastung verbunden, die deutlich unter der einer normalen Röntgenuntersuchung liegt.
- Früherkennung: Die Knochendichtemessung kann Osteoporose bereits in frühen Stadien identifizieren, lange bevor Brüche auftreten. Dadurch können präventive Maßnahmen und Behandlungen frühzeitig eingeleitet werden.
- Präzise Diagnose: Sie liefert genaue Informationen über die Knochenstärke und hilft dabei, das individuelle Risiko für Knochenbrüche zu bewerten und zu quantifizieren.
- Therapiekontrolle: Regelmäßige Knochendichtemessungen ermöglichen es, den Verlauf der Erkrankung sowie den Erfolg der Behandlung zu überwachen und gegebenenfalls anzupassen.
- Individuelle Therapieplanung: Anhand der Ergebnisse kann der behandelnde Arzt einen maßgeschneiderten Therapieplan entwickeln, der sowohl medikamentöse als auch lifestyle-basierte Maßnahmen umfassen kann.
Wer sollte eine Knochendichtemessung durchführen lassen?
- Frauen ab 65 Jahren
- Männer ab 70 Jahren
- Personen, die mehr als 2,5 cm an Körpergröße verloren haben
- Menschen mit Risikofaktoren wie familiärer Vorbelastung, Langzeit-Kortisontherapie, Rauchen oder übermäßigem Alkoholkonsum
- Postmenopausale Frauen mit weiteren Risikofaktoren, wie niedrigem Körpergewicht oder frühzeitigem Eintritt in die Wechseljahre
2. Dachverband Osteologie (DVO)
In unserer Praxis stehen wir Ihnen
für Fragen jederzeit zur Verfügung.
1. Woran erkenne ich eine beginnende Osteoporose?
Kurzantwort: Oft gar nicht – bis es zu einem Bruch kommt; deshalb ist Vorsorge wichtig.
2. Was hilft bei Osteoporose am besten – und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Kurzantwort: Kombination aus Bewegung, Ernährung und – falls nötig – medizinischer Therapie.
3. Welche Maßnahmen helfen bei Osteoporose am effektivsten?
Kurzantwort: Bei Risikofaktoren, familiärer Belastung oder nach Stürzen/Brüchen.