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Osteoporose: Behandlung und Vorbeugung

Bei Osteoporose geht es darum, das Risiko für Knochenbrüche zu beurteilen und eine geeignete Behandlung zu wählen. Wir verbinden die Diagnostik mit Beratung zu Bewegung, Versorgung und Sicherheit im Alltag.

Risiken und Anlass für eine Untersuchung: Osteoporose und das persönliche Bruchrisiko

Welche Vorgeschichte wichtig ist

Ein Bruch nach geringer Belastung, wiederholte Stürze oder bestimmte Medikamente können Anlass für eine Abklärung sein. Osteoporose kann lange unbemerkt bleiben. Für die Beratung sind daher frühere Brüche und bekannte Risikofaktoren ebenso wichtig wie aktuelle Beschwerden.

Bringen Sie Ihre Medikamentenliste sowie vorhandene Krankenhaus-, Röntgen- und Messberichte mit. Sagen Sie auch, wenn Sie unsicher gehen oder Hilfsmittel nutzen.

DXA und weitere Befunde gemeinsam bewerten

Die DXA-Messung erfasst die Knochendichte. Zusammen mit Alter, Vorgeschichte und weiteren Faktoren hilft sie bei der Beurteilung des Bruchrisikos. Bei Verdacht auf einen Wirbelbruch können Röntgenaufnahmen erforderlich sein. Je nach Situation werden weitere Ursachen abgeklärt.

Eine Entscheidung über Medikamente beruht auf dieser Gesamtbeurteilung. Wir erklären Ihnen, was der Messwert in Ihrer Situation bedeutet und weshalb wir eine Behandlung oder Beobachtung empfehlen.

Knochendichtemessung

Medikamente und Alltag aufeinander abstimmen

Eine medikamentöse Therapie kann bei entsprechendem Risiko helfen, Brüche zu vermeiden. Auswahl, mögliche Nebenwirkungen und Verlaufskontrollen gehören in das ärztliche Gespräch. Bereits eingenommene Präparate werden dabei berücksichtigt.

Zum Behandlungskonzept gehören außerdem Training und Hilfsmittelversorgung. Bewegung soll zur Knochenfestigkeit, zu vorhandenen Brüchen und zur allgemeinen Belastbarkeit passen. Kraft, Gleichgewicht und sichere Alltagswege sind dabei praktische Themen.

Kalzium, Vitamin D und Nahrungsergänzung

Wir betrachten Ihre Ernährung und persönliche Situation, um Ihre Versorgung mit Nährstoffen einzuschätzen. Nahrungsergänzung ist ein möglicher Baustein bei entsprechendem Bedarf; eine pauschale Einnahmeempfehlung folgt daraus nicht. Besprechen Sie bereits verwendete Kalzium- und Vitamin-D-Präparate, damit Dosierungen und Wechselwirkungen berücksichtigt werden können.

Was ergänzende Verfahren beitragen sollen

Zu unseren ergänzenden Angeboten gehören auch PAK, funktionelle Neurologie und Stoßwellen. Ein Muskeltest bestimmt weder die Knochendichte noch das Bruchrisiko. Auch eine Stoßwellenanwendung ist anhand ihrer konkreten Indikation zu beurteilen und keine etablierte allgemeine Osteoporosetherapie.

Zusätzliche Muskel- oder Gelenkbeschwerden können eigene Fragen aufwerfen. Wir erläutern ihre Behandlung getrennt von der Behandlung der Knochenbrüchigkeit.

Untersuchung und Kosten vorab klären

Die DXA kann unter den Voraussetzungen des G-BA eine Kassenleistung sein. Ein Vorsorgewunsch ohne entsprechende Behandlungsindikation ist davon zu unterscheiden. Für ergänzende Leistungen besprechen wir die voraussichtlichen Kosten vorab. Sagen Sie uns bei der Terminvereinbarung, ob bereits ein Bruch oder eine Osteoporosediagnose vorliegt.

Kosten & Kasse