Was mit der Injektion beabsichtigt ist
Hyaluronsäure kommt natürlicherweise in der Gelenkflüssigkeit vor. Die Injektion soll deren Eigenschaften beeinflussen. Bei Arthrosebeschwerden besprechen wir diese Möglichkeit mit Ihnen. Zunächst untersuchen wir, ob die Beschwerden tatsächlich zum betroffenen Gelenk passen, und fragen, welche bisherigen Maßnahmen geholfen haben.
Was die Forschung zur Kniearthrose zeigt
Das IQWiG findet in aussagekräftigen Studien keinen klaren Vorteil gegenüber einer Injektion mit Kochsalzlösung. Ein Wiederaufbau von Gelenkknorpel ist ebenfalls nicht nachgewiesen. Fachgesellschaften bewerten den Einsatz unterschiedlich. Ergebnisse zu Kniearthrose dürfen zudem nicht ohne Weiteres auf jedes andere Gelenk übertragen werden.
Damit Sie entscheiden können, besprechen wir auch andere Möglichkeiten aus unserem Arthrose-Konzept mit Ihnen. Dazu gehören insbesondere angepasste Bewegung und die Prüfung einer geeigneten Schmerzbehandlung.
Ablauf und mögliche Komplikationen
Vor der Behandlung erklären wir Ihnen das Präparat, die vorgesehene Anwendung und Ihre persönlichen Risiken. Die Haut wird desinfiziert; anschließend wird in das Gelenk injiziert. Schmerzen, Rötung und Schwellung können vorübergehend auftreten. Wie bei jeder Gelenkinjektion besteht ein geringes Risiko einer schwerwiegenden Infektion.
Informieren Sie uns über Allergien, gerinnungshemmende Medikamente, bestehende Infekte und eine geplante Gelenkoperation. Starke oder zunehmende Beschwerden, deutliche Überwärmung oder Fieber nach einer Injektion brauchen eine rasche ärztliche Abklärung.
Eine bewusste Selbstzahlerentscheidung
Hyaluronsäure-Injektionen bei Kniearthrose sind in der Regel selbst zu bezahlen. Wir erläutern Ihnen vorab die voraussichtlichen Gesamtkosten und den vorgesehenen Umfang. Die Privatabrechnung erfolgt unabhängig davon, ob Sie später eine Besserung bemerken. Weitere Hinweise finden Sie unter Kosten und Leistungen.