Welche Anwendung vorgesehen ist
Zu unserem ergänzenden Ansatz gehören statische transcranielle Magnetstimulation und Magnetreize bei funktionellen Muskeltests. „Transcraniell“ bezeichnet hier eine Anwendung im Bereich des Kopfes. Statische Magnetfelder sind von der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation mit elektrischen Spulen zu unterscheiden. Ergebnisse der einen Methode belegen die andere nicht.
Vor der Anwendung erklären wir Ihnen, welches Verfahren wir verwenden, welche Körperregion behandelt werden soll und welches Ziel wir verfolgen. Bei einem Test erläutern wir außerdem, wie wir eine beobachtete Veränderung einordnen.
Die Grenzen der Schlussfolgerungen
Für statische Magnete zur Schmerzbehandlung findet das US-amerikanische NCCIH keine überzeugenden Wirksamkeitsbelege. Auch aus einer veränderten Muskelreaktion nach einem Magnetreiz lässt sich keine gesicherte Diagnose über Organe oder eine frühere Verletzung ableiten. Die weitergehenden Deutungen gehören zum ergänzenden Praxismodell.
Implantate und Vorerkrankungen ansprechen
Magnete können medizinische Geräte beeinflussen. Informieren Sie uns insbesondere über Herzschrittmacher, Defibrillatoren, Insulinpumpen und andere implantierte oder am Körper getragene Geräte. Ob eine Anwendung möglich ist, muss für das konkrete Gerät und Magnetverfahren geklärt werden. Auch Schwangerschaft, neurologische Erkrankungen und frühere Eingriffe am Kopf gehören ins Vorgespräch.
Nutzen, Alternativen und Kosten vergleichen
Im ärztlichen Gespräch erklären wir Ihnen, weshalb wir die Anwendung erwägen und welche etablierten Untersuchungen oder Behandlungen zur Verfügung stehen. Eine ergänzende Magnetanwendung kann privat zu bezahlen sein. Für die Verlaufskontrolle zählen Beschwerden und Alltagsfunktion; der erwartete Nutzen wird vorab realistisch besprochen.