StartseiteInjektionen und Infusionen

Informationen für Ihren Besuch

Injektionen und Infusionen

Spritzen und Infusionen können bei bestimmten orthopädischen Beschwerden erwogen werden. Ihr Nutzen, die Risiken und die Abrechnung hängen von Diagnose, Wirkstoff und Ort der Anwendung ab.

Injektionen an Gelenken und Weichteilen

Wir bieten Injektionen in Gelenke sowie an Muskeln und Sehnen an. Vorab untersuchen wir, welche Struktur die Beschwerden erklären kann. Eine entzündungshemmende Injektion hat ein anderes Ziel als eine örtliche Betäubung. Das verwendete Medikament und mögliche Alternativen gehören deshalb in die Aufklärung.

Bei Kniearthrose können Kortisonspritzen kurzfristig Beschwerden lindern. Wiederholte Anwendungen erfordern eine sorgfältige Abwägung. Zur gesonderten Bewertung von Hyaluronsäure gibt es eine eigene Methodenseite.

Wirbelsäulennahe Injektionen

Zu unserem Angebot gehören Injektionen an Wirbelgelenke, an Nervenwurzeln sowie in den Epiduralraum außerhalb der Rückenmarkshaut. Zielregion, Wirkstoff und technische Durchführung müssen zur konkreten Diagnose passen. Welche Variante in Ihrem Fall infrage kommt und ob eine Bildführung erforderlich ist, erklären wir Ihnen im ärztlichen Gespräch vorab.

Die Studienlage ist je nach Beschwerdebild unterschiedlich. NICE rät von routinemäßigen Wirbelsäuleninjektionen bei Kreuzschmerzen ab; bei akuter schwerer Ischialgie kann eine epidurale Injektion erwogen werden. Eine solche Anwendung ist daher kein allgemeiner nächster Schritt für jeden Rückenschmerz.

Schmerz- und Vitamin-C-Infusionen

Zu unserem Angebot gehören Schmerzinfusionen und Vitamin-C-Infusionen. Bei einer Infusion gelangt eine Lösung über einen Venenzugang in den Körper. Welche Substanz in welcher Situation sinnvoll ist, muss einzeln begründet werden. Ein Vitaminzusatz allein belegt keinen Nutzen gegen allgemeine Erschöpfung oder orthopädische Schmerzen.

Bei höher dosiertem intravenösem Vitamin C sind insbesondere Nierenerkrankungen und bestimmte Stoffwechselstörungen für die Risikoprüfung wichtig. Eine pauschale Einordnung als harmlose Stärkung des Immunsystems wäre unzutreffend.

Was vor und nach der Anwendung wichtig ist

Bringen Sie Ihre Medikamentenliste mit und nennen Sie Allergien, Infekte, Gerinnungsstörungen, Diabetes und eine mögliche Schwangerschaft. Medikamente zur Blutverdünnung dürfen nur nach ärztlicher Absprache verändert werden. Injektionen können Blutungen, Infektionen, Nervenverletzungen und medikamentenbedingte Reaktionen verursachen; bei wirbelsäulennahen Verfahren kommen besondere Risiken hinzu.

Vor der Behandlung erhalten Sie Hinweise zur anschließenden Beobachtung, Belastung und gegebenenfalls einer Begleitperson. Bei neuen Lähmungen, Fieber oder stark zunehmenden Schmerzen nach der Behandlung ist eine rasche medizinische Abklärung erforderlich.

Das konkrete Angebot vorab kennen

Wir erläutern Ihnen Wirkstoff, Umfang und voraussichtliche Kosten. Welche Leistung Ihre Versicherung übernimmt, hängt vom Anlass und Vertrag ab. Ergänzende Infusionen können Selbstzahlerleistungen sein. Für Ihre Entscheidung besprechen wir die erwartbare Wirkung und Alternativen mit Ihnen. Dazu gehört auch eine Behandlung ohne Injektion.